Datenschutz -
Sichere Passwörter

Ein wichtiger Schritt zur Abwehr von Phishing-Angriffen (der Versuche, über gefälschte Nachrichten, Websites oder Anrufe an sensible Daten wie Passwörter, Kreditkarteninformationen zu gelangen) ist die Verwendung von sicheren Passwörtern und Multi-Faktor-Authentifizierung (zur Identifikation wird ein weiteres Gerät genutzt, zum Beispiel Handy). Diese Maßnahmen machen es Angreifern erheblich schwerer, auf Ihre Daten und Systeme zuzugreifen.

Anforderungen an ein sicheres Passwort

  • Je länger ein Passwort ist, desto besser ist der Schutz. Empfohlen wird eine Mindestlänge von 12 Zeichen, besser 20 Zeichen.
  • Zum leichteren Merken sollten Passphrasen, d. h. lange Wortfolgen genutzt werden. Passphrasen könnten beispielsweise wie folgt gebildet werden:
    „Meinen 1. Urlaub an der Ostsee habe ich bei viel Sonnenschein überwiegend im kühlen Nass beim Sammeln von 847 Muscheln verbracht.“
    Passwort: M1.UadOhibvSuikNbSv847Mv. Gekürzt auf jeweiligen ersten Buchstaben der einzelnen Wörter eines Satzes ohne Leerzeichen. Durch die Verlängerung des Passwortes lassen sich die Kombinationsmöglichkeiten bei der Zeichenauswahl erhöhen und so die Erfolgsaussichten von „Hackern“ deutlich senken.
  • Das Passwort kann auch aus einem alphanumerischen Zeichenmix mit Sonderzeichen gebildet werden. Je individueller, desto besser.
  • Das Passwort sollte in keinem Wörterbuch stehen, denn diese werden standardmäßig bei Angriffen zu Hilfe genommen.
  • Beliebte Tastenkombinationen wie 12345678, qwert, password, 1q2w3e o. Ä. sind niemals zu nutzen
  • Ebenfalls zu vermeiden sind sogenannte Trivialpasswörter, die sich aus Namen, Geburtsdaten oder Kfz-Kennzeichen herleiten lassen.
  • Passwörter sollten in regelmäßigen Abständen geändert werden
  • Die Wiederverwendung eines bereits benutzten Passworts ist zu vermeiden.
  • Vorgegebene Start-Passwörter eines Dienstes sollten immer unverzüglich geändert werden, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit Dritten bereits bekannt und auch leicht zu erraten sind.

Bei der unüberschaubare Menge an Passwörter die für den Alltag genutzt werden, ist es ratsam einen elektronischen Passworttresor zu nutzen. Kostenfrei und mit sehr guten Bewertungen ist „Bitwarden“ zu empfehlen. Die Daten sollten immer auf einen Server der EU liegen.

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